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© 4028mdk09 / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Artikel erstellt am 02.10.2013

Sylt im Blütenrausch - der Siegeszug der Kartoffelrose

Rosen sind auf Grund ihrer Farben und ihres Duftes weithin beliebt und dürfen in keinem Kleingarten fehlen. Auch auf Sylt fühlt sich eine Rose ganz besonders wohl. Die Rede ist von der Kartoffelrose, welche gemeinhin bereits als Sylter Rose bezeichnet wird. Weit bekannter als die Blüte selbst sind die tiefroten und vitaminreichen Hagebutten, welche die Kartoffelrose im Herbst hervorbringt. Bis in den September hinein blüht die aus dem Fernen Osten vor Jahrhunderten zu uns gelangte Pflanze. Gemeinsam mit der bunten Herbstfärbung erscheinen in wenigen Wochen die für Sirup, Konfitüre oder Tee genutzten Früchte, welche uns als Farbtupfer bis in den Winter hinein erhalten bleiben und den Vögeln als Nahrung dienen.

Ökologen ist die Kartoffelrose an Nord- und Ostsee allerdings eher ein Dorn im Auge. Sie sprechen von “Dominanzbeständen” und befürchten die Gefährdung der heimischen Pflanzenwelt. Dass sich die Kartoffelrose besonders an den Küsten heimisch fühlt, lässt sich mit deren Salz- und Windresistenz erklären. Auch sandige Böden scheint die Pflanze zu bevorzugen. Auf Sylt gelangte die Kartoffelrose vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges, als man die Bunker damit zu tarnen suchte. Nun lässt sich die Sylter Rose nicht mehr zurückdrängen und trotzt erfolgreich Mahd oder Beweidungsmaßnahmen. Und wenn wir ehrlich sind, würde uns etwas fehlen. Denn was wäre Sylt ohne seine Rosen…