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Inselmagazin

Tauchen und Schnorcheln in der Nordsee

Nicht nur auf Fernreisen und in exotischen Gewässern offenbart sich die Faszination der Unterwasserwelt. Auch Tauchen in der Nordsee hat seinen ganz besonderen Reiz, den Kenner zu schätzen wissen. Wer das hiesige Revier erkundet, der wird sicher dem Zauber der Ruhe und Unberührtheit erliegen. Zudem gibt es an verschiedenen Stellen alte Wracks, die zu spannenden Tauchgängen einladen. Die Teilnehmer gleiten hinab in eine grün, blau und braun schimmernde Welt, in der Welse, Karpfen, Krabben oder Krebse Einblicke in das unerschlossene Reich der Tiefe gewähren.

Tauchen in Hörnum

Für einen Unterwasserausflug auf Sylt wird der Hörnumer Oststrand favorisiert. Denn hier kommen vor allem Wracktaucher auf ihre Kosten. Etwa fünf Seemeilen entfernt von der Sylter Westküste liegt in zwölf Metern Tiefe der Reichsseezeichen-Dampfer “WIK” auf Grund. Das Schiff lief 1944 auf eine Mine und versank daraufhin in der Nordsee. Mit den Jahren ist hier eine lebendige Unterwasserwelt entstanden. Im Inneren des Wracks, welches von den Tauchern begangen werden kann, haben sich Schwertmuscheln, Seenelken und Butterfische angesiedelt.
Der Reichsseezeichen-Dampfer “WIK”
Erkundung des Unterwasser-Wracks

Wegbeschreibung:

Der Spot lässt sich von Westerland kommend über die Rantumer Straße erreichen. In Hörnum biegt man am EDEKA Markt nach rechts ab und erreicht nach etwa 300 Metern den Parkplatz am Leuchtturm. Hier angekommen, erfolgt der Einstieg am Oststrand.


Auch all jenen, die zunächst lieber nahe des sicheren Landes bleiben, ist dieser Zugang sehr zu empfehlen. Denn das flache Ufer eignet sich auch sehr gut zum Schnorcheln und für Fototauchgänge. Eine unterwassertaugliche Kamera ist daher absolut empfehlenswert.

Die Gezeiten im Blick

Bei den Ausflügen sollte immer das Spiel der Gezeiten beachtet werden. Der ideale Zeitpunkt für einen Tauchgang liegt etwa eine halbe Stunde vor Hochwasser. Rund eine Viertelstunde nachdem die Ebbe eingesetzt hat, sollte dagegen der Tauchgang beendet werden. Darüber hinaus sollte auch die Stärke der Strömung nicht unterschätzt werden, da ansonsten sie Gefahr besteht, zu den Seehundbänken abzutreiben.
 

Paradies für Tauchanfänger

Wer sich zum ersten Mal hinab in die Unterwasserwelt begibt, ist entlang der Uferbefestigung genau richtig. In sicherer Umgebung gibt es schon hier viel zu bestaunen: Die einst zu Zwecken des Küstenschutzes verankerten Betonelemente sind Lebensraum unzähliger Taschenkrebse, Seesterne, Aale, Wolfsbarsche und vielfältiger Pflanzen, die sich bereits in fünf Metern Tauchtiefe sehr gut beobachten lassen. Die Strömung wird bei diesem Tauchgang eher weniger zum Problem. Allerdings ist die Sicht oftmals recht getrübt und es bietet sich an, eine Lampe mit auf den Tauchgang zu nehmen.

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Schnorchel geschnappt und los!

Wer nicht in die Tiefen der Nordsee abtauchen möchte, kann auf Sylt auch beim Schnorcheln viel erleben. Die Ausrüstung ist sehr überschaubar und vor allem kostengünstig, denn sie besteht lediglich aus eine Maske, Flossen und dem Schnorchel. Typischerweise gehen Schnorchler im flachen Wasser auf Erkundungstour - idealerweise sollte man im Flachwasser noch bequem stehen können. Zudem sollte das Gewässer für den ersten Versuch möglichst ruhig sein und kaum Wellengang herrschen. Dies hat auch zur Folge, dass die Sicht recht klar ist und sich die Pflanzen und Tiere sehr gut beobachten lassen.
 

Erste Versuche

Schnorcheln kann der erste Schritt zum neuen Hobby Tauchen werden. Schritt für Schritt lässt sich die richtige Technik erlernen und die mögliche Scheu vor dem Element verlieren. Zunächst sollte man sich an die eigentümliche Brille und den Schnorchel gewöhnen und das veränderte Atemgefühl testen, indem der Kopf unter Wasser getaucht wird. Die Tauchflossen lassen sich dagegen leichter im kühlen Nass überstreifen als an Land.

Zunächst sollten sich Schnorchelanfänger ganz entspannt an der Oberfläche der Nordsee treiben lassen und sich an ihre Schnorchelausrüstung gewöhnen. Wer noch unsicher ist, sollte sich nicht allzu weit vom Ufer entfernen. Im flachen Wasser festen Boden unter den Füßen zu haben, gibt Sicherheit und ist sehr hilfreich beim Erlernen des Sports. Zudem sind bereits hier einige Pflanzen und Tiere zu sehen, die erste Erfolgserlebnisse garantieren.


Wer also noch grübelt, dem sei gesagt: Tauchen und Schnorcheln auf Sylt sind immer einen Ausflug wert. Der Vorteil: Fans können sich selbst in den Sportarten austesten oder bei Bedarf entsprechende Kurse buchen und sich von geübten Tauchlehrern in die Geheimnisse der Unterwasserwelt einführen lassen. Wir wünschen „Gut Luft!“ für den nächsten Ausflug!

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