Fünf spannende Fakten zur Robbe Willi auf Sylt

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Wird man nach dem Wahrzeichen von Hörnum gefragt, dann gehen zunächst alle Blicke in Richtung des Leuchtturms, der seit mehr als 100 Jahren den Inselort überragt. Doch über viele Jahre stahl ein Tier dem langjährigen Wahrzeichen die Show. Es handelt sich um die Kegelrobbe Willi, die im Hörnumer Hafenbecken zum Highlight für Groß und Klein, für Sylter und Touristen wurde.
Die kalten Wintermonate verbrachte Willi zusammen mit weiteren Robben auf der Sandbank Jungnamensand, westlich der Insel Amrum, einem von mehreren Rückzugsgebieten für Kegelrobben im deutschen Wattenmeer – neben der größten deutschen Kolonie auf der Helgoländer Düne gibt es unter anderem auch auf der Kachelotplate sowie an einzelnen Standorten der Ostseeküste Kegelrobbenvorkommen. Sobald es wärmer wurde, bezog Kegelrobbe Willi ihr Sommerquartier im Hörnumer Hafenbecken.
1. Willi war einer der besten Kunden des Hörnumer Hafenkiosks
Über viele Jahre bekam Hörnum fast täglich Besuch von Willi – natürlich nicht einfach so! Die Robbe hoffte, den ein oder anderen fischigen Leckerbissen bei den Touristen abstauben zu können. Und das mit großem Erfolg! Sobald sich Willi unterhalb der Kaimauer zeigte, machten sich die Feriengäste auf, um sie mit Hering vom Hafenkiosk zu verwöhnen. Besonders die kleinen Besucher hatten Spaß mit der tierischen Attraktion. Wildlebende Meeressäuger zu füttern ist im Nationalpark Wattenmeer grundsätzlich nicht erwünscht, da sich die Tiere dadurch an Menschen gewöhnen, was Fehlernährung und Verletzungsrisiken mit sich bringen kann.2. Durch die Liebe zu den Hörnumern wog Willi um einiges mehr als viele Artgenossen
Schon früh schloss Willi Freundschaft mit den Anglern und Fischern, die Makrelen spendierten. So hat Willi Menschen früh kennen und vor allem lieben gelernt. Die Robbe schien die kulinarischen Aufmerksamkeiten wirklich zu genießen – zuletzt brachte sie ein Gewicht von etwa 200 Kilogramm auf die Waage. Wildlebende, ausgewachsene Weibchen ihrer Art erreichen in freier Wildbahn regelmäßig ein Gewicht zwischen 100 und knapp 200 Kilogramm, sodass Willis Gewicht am oberen Rand des für Weibchen üblichen Rahmens lag, aber nicht außergewöhnlich unnatürlich war.3. Willi gehörte zu den Kegelrobben, die auf Sandbänken vor Sylt und Amrum ihre Rückzugsräume haben
Willi gehörte zur Population der ostatlantischen Kegelrobben (Halichoerus grypus), die hauptsächlich vor Island, Irland oder Großbritannien vorkommen. Erst in den 1950er Jahren fanden die Kegelrobben ihren Weg zurück in unsere Breiten, nachdem die Bestände zuvor durch Bejagung stark dezimiert worden waren. Dank jahrzehntelangem Schutz hat sich der Bestand im Wattenmeer inzwischen deutlich erholt, sodass Kegelrobben und Seehunde heute wieder regelmäßig vor der Küste zu beobachten sind.Die kalten Wintermonate verbrachte Willi zusammen mit weiteren Robben auf der Sandbank Jungnamensand, westlich der Insel Amrum, einem von mehreren Rückzugsgebieten für Kegelrobben im deutschen Wattenmeer – neben der größten deutschen Kolonie auf der Helgoländer Düne gibt es unter anderem auch auf der Kachelotplate sowie an einzelnen Standorten der Ostseeküste Kegelrobbenvorkommen. Sobald es wärmer wurde, bezog Kegelrobbe Willi ihr Sommerquartier im Hörnumer Hafenbecken.


