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© Friesenleger / Wikimedia Commons [gemeinfrei]
Artikel erstellt am 27.06.2011

Sylter Sprache

“Ik finj söl mal dailk. Maist dü söl uk hol liir?” Wundern Sie sich nicht, wenn Sie zwei Sylter miteinander reden hören und nur Bahnhof verstehen: Die beiden sprechen dann Söl’ring.

Die Sylter Sprache hat viele Väter: Im Laufe von Jahrhunderten vermengten sich Altfriesisch, Dänisch, Englisch und Holländisch und trieben eine neue Blüte. Durch den Einzug des Hoch- und Plattdeutschen wurde das Söl’ring seit Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch zunehmend aus dem Alltag verdrängt: Nur etwa fünf Prozent der Sylter sind – vornehmlich in Keitum, Archsum und Morsum – ihrer Heimatsprache noch mächtig.

Aus diesem Grund wurde das Söl’ring mittlerweile auch in die europäische “Charta zum Schutze der Minderheits- und Regionalsprachen” aufgenommen. Zudem wird die Heimatsprache in Sylter Kindergärten und Grundschulen gelehrt. Damit Sie nun auch ein paar Worte Söl’ring verstehen, hier die Übersetzung des Eingangssatzes: “Ich finde Sylt sehr schön. Mögen Sie Sylt auch gern leiden?”

Die friesische Sprache begegnet Ihnen auf der Insel auch immer wieder auf Straßenschildern. Hier ein Überblick über die wichtigsten Endungen: Solche Namen, die mit der Silbe -hoog enden, verweisen auf einen Grabhügel. “Deel” steht für Dünental und “Klef” für Kliff, während die Endung “Wai” den Weg bezeichnet und “Stig” die Straße. “Gaat” bedeutet Gasse, “Hörn” Winkel und “Kamp” Acker.

Wenn Sie dieser Tage auf Sylt sein sollten, dann lenken Sie ihre Schritte doch mal zum Westerländer Strand: Hoch hinaus wollen dort vom 28. Juni bis 3. Juli die Teilnehmer des Kite Surf World Cup. Kitesurfen – das ist eine rasante Trendsportart: Der Akteur auf dem Surfboard händelt dabei mittels einer Lenkstange an Leinen einen Gleitschirm in 15 bis 30 Metern Höhe. Der Auftrieb des Schirms erlaubt dem Surfer gewaltige Sprünge über das Wasser – mit immensen Weiten von bis zu hundert Metern. Dazu gibt’s ein buntes Rahmenprogramm auf der Promenade. Viel Spaß!