Gäste
Sichere Urlaubsplanung:Buchen Sie jetzt Ihren Urlaub und sichern Sie sich auf neue Buchungen eine kostenlose Stornierung bis 45 Tage vor Anreise bei ausgewählten Unterkünften.
X Wir verwenden Cookies für die Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie deren Verwendung zu. Details ansehen Wir verwenden Cookies. Wenn Sie weitersurfen stimmen Sie der Nutzung zu. Details ansehen
© Jasmin Bauomy / Travanto
Artikel erstellt am 10.09.2014

Wie Sylt zu seinem Namen kam - eine Frage mit Fragezeichen

All jene, die nun eine klare Antwort erwarten, werden leider enttäuscht, denn genau diese gibt es nicht. Stattdessen ranken sich verschiedene Theorien um den Inselnamen und eine exakte Deutung lässt die Geschichte offen. Die Sylter selbst lieben ihre Insel wie sie ist und auch die Schreibweise kümmert den Insulaner wenig, denn er nennt seine Insel “Söl”. Woher die Bezeichnung nun wirklich stammt, darauf dürfen Sie sich nachfolgend Ihren eigenen Reim machen.

Begonnen hat die Namensfindung im Jahre 1141, als “Sild” in einem Schenkungsbuch des Klosters Odense auftauchte. Knapp 100 Jahre später entnimmt man dem Erdbuch des dänischen Königs Waldemar II die Bezeichnung “Syld”. Mit der Schreibweise schien es auch das Domkapitel Schleswig im Mittelalter nicht so genau zu nehmen, denn Syld und Sylt waren beide gebräuchlich. Die heutige Schreibweise setzte sich erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts durch.

Nun zu den Theorien des Namensursprungs. Sylt wird zum Beispiel in Verbindung mit dem englischen Wort für Schwelle “sill” gebracht. Dies könnte soviel wie “Landschwelle” bedeuten. Deutet man Sylt mit Hilfe des germanischen “Selhipo”, dann könnte die Bezeichnung eine Anlehnung an einen Robbenort sein und damit den gleichen Ursprung wie die norwegische Insel Sild haben. Denkbar ist auch, dass das Sylter Wappentier für den Namen verantwortlich ist. Sild steht im skandinavischen Sprachraum für Hering. Der Heringsfang gewann früh Bedeutung für die Insel. Damit in engem Zusammenhang stand die Salzgewinnung, welche im Torf im Inselwesten erfolgte. Die Skandinavier bezeichnen mit “sylte” das Einlegen oder Pökeln. Ein hübscher Gedanke ist auch der Wortursprung ”Silendi”, was soviel wie “Land in der See” bedeutet. Zu guter Letzt wird es gruselig mit der möglichen Abstammung vom altenglischen “svelta”, der Toteninsel. Ungewöhnlich viele Hünengräber könnten auf einen besonderen Bestattungsort hindeuten…