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©Claudia Regina / Flickr [CC BY-SA 2.0]
Artikel erstellt am 24.03.2016

Naturschauspiel auf Sylt - Polarlichter verzaubern die Landschaft

Polarlichter sind beeindruckende Erlebnisse, die nach einer Reise in den Hohen Norden für lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Sylt hält zwar für seine Besucher ebenfalls einiges an Überraschungen bereit, wird aber keinesfalls in einem Atemzug mit dem Thema Polarlichter genannt.

Den Beweis, dass es dennoch nicht ausgeschlossen ist, auf der Insel spektakuläre Polarlichter zu erblicken, hat jüngst Inselfotograf Henning Lehmann angetreten. Dieser konnte Anfang März das Schauspiel vom Balkon seines Hauses aus beobachten. Gegen Mitternacht schoss der Architekt und Hobbyknipser Aufnahmen von einem bunten Himmel und tanzenden Lichtern, die man in der Nähe des Polarkreises aber kaum am Strandübergang “Strandzeit” auf Sylt vermuten würde.


Entstehung der Polarlichter


Wer sich nun näher mit dem Thema Polarlichter befasst, wird feststellen, dass Polarlichter über Deutschland zwar selten vorkommen, jedoch nicht ausgeschlossen sind. Polarlichter entstehen an den Polen, wenn die elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwinds aus der Magnetosphäre auf die in den oberen Schichten der Erdatmosphäre befindlichen Sauerstoff- und Stickstoffatome treffen und diese ionisieren.
Wie häufig Polarlichter auftreten hängt also in erster Linie von der Aktivität der Sonne ab. Der sogenannte Sonnenfleckenzyklus hat eine Dauer von elf Jahren. Starke Eruptionen kommen besonders im Aktivitätsmaximum vor. Daher kam es auch in den Jahren 2013 und 2014 vermehrt zu Polarlichtern in Mitteleuropa. In den frühen und späten Phasen dieses Zyklus kommen deutlich weniger Eruptionen auf der Sonne vor und die Wahrscheinlichkeit, auf Polarlichter zu treffen, ist entsprechend geringer.

Während des solaren Maximums sind auch Polarlichter in Griechenland oder auf den Kanaren keine Seltenheit. In Deutschland kommt es dann jährlich etwa zu zehn bis zwanzig solcher spektakulären Erscheinungen.

Beste Zeit für Polarlichter auf Sylt


In Süddeutschland wird man es allerdings schwer haben, die Polarlichter beobachten zu können. Doch Sylt liegt nördlich genug, um hin und wieder mit diesem Phänomen aufwarten zu können. Generell ist die Wahrscheinlichkeit, gute Beobachtungen von Polarlichtern vornehmen zu können, erfolgversprechender, je nördlicher man sich bewegt.

Wer die Polarlichter auf Sylt aufspüren möchte, der sollte die Insel am besten zwischen Oktober und November oder zwischen Februar und April besuchen. Dann sind nicht nur weniger Touristen unterwegs und die Natur lässt sich in Ruhe und Abgeschiedenheit genießen, auch die Wahrscheinlichkeit des Auftreffens von Polarlichtern ist weit höher als zu anderen Jahreszeiten.


Rotes Licht über Sylt


Da das menschliche Auge in der Dunkelheit nur eingeschränkt in der Lage ist, Farben wahrzunehmen, dürften die gemachten Beobachtungen individuell verschieden ausfallen. Am häufigsten werden grüne Polarlichter gesichtet, denn das Auge reagiert stark auf grünes Licht. Polarlichter im Ultravioletten- und Röntgen-Bereich bleiben generell unsichtbar. Außerhalb der Polarregion gelingt es dem Sonnenlicht nicht, tief in die Atmosphäre vorzustoßen. Daher werden auf Sylt meist rote Polarlichter beobachtet.

Für die Beobachtung von Polarlichtern gilt immer, je dunkler die Umgebung und je klarer der Himmel, desto besser werden die Naturschauspiele sichtbar. Auf Sylt sind die besten Plätze dafür am Strand oder bei einer Wanderung durch das Listland zum Ellbogen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, Polarlichter in Deutschland betrachten zu können, lässt sich unter: www.polarlicht-vorhersage.deausfindig machen.