
Thorsten Schier – stock.adobe.com
Sylt lockt mit frischer Nordseeluft, langen Stränden und einer beeindruckenden Natur. Überall auf der Insel finden sich Motive, die sich wunderbar als Erinnerung festhalten lassen. Hier stellen wir sieben Fotospots vor, die besonders schöne Ausblicke bieten, sowie einige praktische Tipps.
Der Ellenbogen bei List gehört zu den beeindruckendsten Landschaften auf Sylt. Die schmale Halbinsel im äußersten Norden ist geprägt von Dünen, Sandflächen und dem freien Blick auf das Meer. Besonders eindrucksvoll wirkt das Panorama bei leichtem Gegenlicht am Vormittag oder bei tiefstehender Sonne am Abend. Parkmöglichkeiten befinden sich direkt am Mautbereich und wer ein wenig läuft, findet schnell ruhige Spots abseits der Wege.
Der rot-weiße Leuchtturm von Hörnum ist eines der Wahrzeichen der Insel. Er steht auf einer kleinen Düne direkt an der Südspitze Sylts und ist aus vielen Blickwinkeln sichtbar. Besonders gelingen Fotos vom Strand aus, mit dem Meer im Hintergrund oder bei auflaufender Flut. Auch bei Sonnenaufgang gelingen hier sehr stimmungsvolle Aufnahmen. Wer höher hinaus möchte, kann die Dünenwege oberhalb des Ortes nutzen, während vom Leuchtturm ein Weg direkt zur Küste führt
Das Rote Kliff zwischen Wenningstedt und Kampen leuchtet besonders intensiv, wenn die Sonne tief steht. Die bis zu 30 Meter hohe Steilküste zeigt dann ihre rötlich-braunen Farbschichten besonders deutlich. Der Strandabschnitt unterhalb des Kliffs eignet sich gut für Aufnahmen mit Kontrasten zwischen Himmel, Wasser und Steilwand. Wer das Kliff von oben fotografieren möchte, erreicht die Aussichtspunkte über die Wege an der Promenade. Vor allem bei leicht bewölktem Himmel entstehen hier Fotos mit starker Tiefe und warmem Licht.
Die Uwe-Düne ist der höchste natürliche Punkt auf Sylt und ein beliebter Platz für weitläufige Aufnahmen. Über eine Holztreppe erreicht man die Plattform, von der sich ein freier Blick auf Dünen, Küste und Meer bietet. Besonders bei klarem Wetter lassen sich hier detailreiche Panoramaaufnahmen machen. Morgens liegt das Licht oft weich auf der Landschaft, abends färbt die untergehende Sonne den Horizont. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, erreicht die Düne gut über die Wege rund um Kampen.
Bei Keitum zeigt sich das Wattenmeer von seiner ruhigen Seite. Wenn sich das Wasser zurückzieht, entstehen flache Rinnen, kleine Priele und gleichmäßige Strukturen im Boden. Besonders spannend wirken diese Muster bei tiefstehendem Licht. Für Fotografien mit Weite und Linien ist ein Standort am Ufer ideal. Von der Promenade führen mehrere kleine Zugänge direkt zum Wattenmeer. Bei bewölktem Himmel lassen sich hier auch stimmungsvolle Schwarzweiß-Aufnahmen machen. Gummistiefel oder festes Schuhwerk sind empfehlenswert.
Auf Sylt begegnen Ihnen immer wieder kleine oder größere Kunstwerke direkt in der Natur. Besonders rund um Wenningstedt und Westerland stehen Skulpturen, Installationen oder temporäre Objekte am Strand und in den Dünen. Diese Motive lassen sich gut in Szene setzen, oft im Kontrast zu Sand, Wind oder Wasser. Auch im Ort Hörnum finden sich einige auffällige Werke. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, entdeckt immer wieder neue Blickwinkel für kreative Fotos mit überraschenden Details.
Für plastische Landschaftsaufnahmen eignen sich besonders die frühen Morgenstunden oder der späte Abend. Das flache Licht hebt Strukturen im Sand hervor, wohingegen die harte Mittagssonne oft wenig Tiefe bietet und vermieden werden sollte. Gerade in der Nebensaison entstehen bei wechselhaftem Wetter spannende Aufnahmen. Dunkle Wolken bilden dabei einen starken Kontrast zu den hellen Dünen und nach einem Regenschauer wirken die Farben der Natur oft deutlich intensiver. Auch ein bedeckter Himmel hat Vorteile, da er für ein weiches und gleichmäßiges Licht sorgt. Bei der Planung ist zudem ein Blick auf die Gezeiten ratsam, da manche Motive nur bei Ebbe zugänglich sind. Für gestochen scharfe Ergebnisse in der Dämmerung empfiehlt sich außerdem der Einsatz eines Stativs.