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© Stefan Krause / Wikimedia Commons [CC BY 3.0]
Artikel erstellt am 24.07.2014

Junger Wein trotzt rauen Winden - Weinlese auf Sylt

Wer lehnt sich nicht gern zurück und genießt ein Glas sonnenverwöhnter Trauben. Dabei ist förmlich die Sonne des Südens zu schmecken und Urlaubsfreude kommt auf. Das Deutschlands nördlichstes Weindorf auf Sylt liegt, beginnt sich langsam herumzusprechen, denn in Keitum fand im letzten Herbst die erste Weinlese statt. Für das Weingut Balthasar Ress war dies ein großer Tag, denn seit vier Jahren wuchsen an der St. Severin Kirche 1.650 Weinstöcke heran. Der harten Arbeit Lohn war eine durch den langen Winter eher durchschnittliche Ernte, welche dennoch die Bewunderer auf ihrer Seite hatte und von einem riesigen Medienrummel begleitet wurde.

Für die Winzer begann wenig später die Arbeit im Weinkeller. Die Solaris-Traube brachte einen trockenen Wein mit deutlichen Fruchtaromen hervor. Die auf Sylt angebauten Solaris und Rivaner Trauben benötigen einen lehmigen Sandboden und profitieren vom Mikroklima und den zahlreichen Sonnenstunden. Das Ergebnis der ersten Lese waren etwa 600 Flaschen Weißwein, welche zu einem Großteil den Pächtern der Rebstöcke überlassen wurden, denn sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Sylter Wein nicht als Schnapsidee endete. Wer eine Flasche Sylter Wein genießen möchte, der muss sich noch etwas gedulden, denn die erste Lese ist längst komplett vergriffen. Doch der Winzer möchte schon im nächsten Jahr 1.500 Flaschen produzieren. Sollte sich eine Flasche Sylter Wein doch auf den freien Markt verirrt haben, dann liegt der Preis bei etwa 70 Euro - kein Schnäppchen aber der verdiente Lohn für Enthusiasmus, Ehrgeiz und Entschlossenheit.