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Artikel erstellt am 06.01.2014

Die Party geht weiter - Biikebrennen, die Osterfeuer des Nordens

Sylt, Freitag, 21.02.2014

Eines der ersten Highlights im Sylter Veranstaltungskalender ist mit dem Biikebrennen ein traditionelles nordfriesisches Volksfest. Gefeiert wird am 21. Februar, dem Vorabend des Petritages. Die Ursprünge des Festes liegen weitgehend im Dunklen. Man vermutet, dass die Feuer im Mittelalter entzündet wurden, um böse Geister zu vertreiben. Speziell auf den Inseln wurden mit dem Biikebrennen einst die Walfänger aufs Meer verabschiedet. Auf Sylt geht die Legende um, dass die Frauen der Seeleute die Feuer auch benutzten, um den Männern auf dem dänischen Festland mitzuteilen, dass Hilfe auf den Höfen gebraucht wurde und es auch die Einsamkeit der Verlassenen zu bekämpfen galt.

Für die Biikefeuer wird meist die Weihnachtsdekoration des Vorjahres benutzt. Manche Dörfer verbrennen eine Strohpuppe. Auf Sylt wird das Biikebrennen von einer Rede auf Sylter Friesisch eingeläutet. Nach dem Schlusswort: “Maaki di biiki ön” beginnen die Feuer zu lodern. Für das Biikefeuer 2014 laufen auf der Insel bereits die Vorbereitungen. Schließlich sollen mit den Feuern auch die ersten Feriengäste des Jahres auf die Insel gelockt werden. So werden Urlauber und Einheimische auch heuer mit brennenden Fackeln zum Biikeplatz marschieren. Nicht fehlen darf das anschließende gemeinsame Grünkohlessen. Das größte Biikefeuer lodert auf Sylt in Westerland unweit des Campingplatzes ab 18.30 Uhr. Die Tinnum-Burg ist ab 18 Uhr Schauplatz für das Tinnumer Biikefeuer. Auf dem Morsumer Kliff wird das Feuer um 19 Uhr entzündet. In List beginnt die Veranstaltung um 18.45 Uhr hinter dem Königshafen. In Kampen feiert man ab 19 Uhr gemeinsam mit allen Wenningstedtern und Braderupern hinter der Norddörfer Halle.