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© Jasmin Bauomy / Travanto
Artikel erstellt am 24.09.2014

Sylter Urgesteine: Peter Petersen

Auf Sylt kennt ihn jeder und zog es den Maurergesellen auch einst in die Welt, seiner Insel ist er immer treu geblieben. Als echter Friesenjunge wurde Peter Petersen 1936 in Westerland geboren, bei Flut, wie es sich für ein echtes Sylter Kind versteht. Mit 15 Jahren begann er eine Maurerlehre bei den Gebrüdern Holst in Wenningstedt. Die Härte dieses Berufes zur damaligen Zeit bekam er zu spüren, als die Steine auf dem Rücken geschleppt werden mussten, weil es an entsprechenden Maschinen fehlte. 1954 machte sich Peter Petersen mit der Gesellenprüfung in der Tasche auf quer durchs Land. Arbeit gab es überall, so im Bremer Europahafen für bescheidene 1,50 Mark Stundenlohn. Auch in Lüneburg, Saarbücken oder Wedel fand er Anstellungen und half ganze drei Jahre und einen Tag buchstäblich mit, Nachkriegsdeutschland wieder aufzubauen.

Zurück auf Sylt blieb Peter Petersen noch eine Zeitlang dem Maurerberuf treu, bis er einen Job bei der Flughafen-Feuerwehr annahm und der Kreis schloss sich, als er als Hausmeister begann, in der Nordkamp-Schule für Ordnung zu sorgen. Das Gebäude hatte er als Lehrling einst selbst mit aufgebaut. Nebenher fand der rührige Sylter immer wieder Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten. Ganze 45 Jahre ist der Mitglied des Freiwilligen Rettungscorps. Der SPD-Fraktion ist er ebenfalls seit über 50 Jahren treu und für seine 60jährige Zugehörigkeit in der Vereinigung der Maurer- und Steinhauergesellen Deutschland gab es jüngst für den Sylter Altgesellen eine Urkunde als Anerkennung. Allein der Imkerei konnte Peter Petersen mit nachlassender Sehkraft nicht treu bleiben. Doch seinen Traditionen bleibt er verbunden. Das Jackett, der Hut und der Schlips sitzen noch immer korrekt und mit Recht kann Peter Petersen stolz sein auf seinen geraden, ehrlichen Weg, den er immer gegangen ist.