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© Petra Bork / pixelio.de [Kommerzielle und redaktionelle Nutzung]
Artikel erstellt am 04.03.2016

Ostern ganz traditionell: Ostereierwerfen an den schönsten Inselorten

Einmal im Jahr stehen bunten, hartgekochte Eier im Fokus. Im Gegensatz zum restlichen Deutschland werden sie im Norden allerdings nicht nur im Osternest versteckt, sondern auch als Wurfgeschosse eingesetzt. Wir verraten, was es damit auf sich hat und wo man selbst, das Ostereierwerfen auf Sylt probieren kann

Wie weit kommt das Ei?


Beim Ostereierwerfen treten Teams gegeneinander an. Über eine Strecke von mehreren Kilometern gilt es nun, die Eier mit möglichst wenigen Würfen ins Ziel zu bringen. Das Team folgt dabei der Wurfbahn des Eis und nähert sich so dem Zielpunkt.

Die Friesen haben das Ostereierwerfen etwas abgewandelt und so geht es ihnen vorrangig darum, dass die Eier Hoch- und Weitwurf überstehen.

Auf Föhr werfen die Kinder die Ostereier mit dem Ausruf: "Eike, poleike, komm heel weder dual" in die Luft. Heil herunterkommen sollen die Eier auch auf Sylt, wo der Brauch ebenfalls noch heute weit verbreitet ist. Einige Friesen befördern die bunten Eier hierzu auch über das Dach des eigenen Hauses.

Ostereierwerfen auf Sylt


Wer zu Ostern Urlaub auf Sylt macht, hat die Chance, in der herrlichen Natur alte Bräuche wieder zum Leben zu erwecken. Für das Ostereierwerfen bieten sich auf Sylt einige Orte besonders an. Inmitten einer eindrucksvollen Naturkulisse wird dieser Spaß Jung und Alt unvergessen bleiben.

Zwischen Kampen und Wenningstedt ragt das Rote Kliff empor. Die 30 Meter hohe Steilküste ist eine Bewährungsprobe für jedes Osterei und daneben ein einzigartiges Naturdenkmal, wo sich übrigens herrliche Sonnenuntergänge beobachten lassen.

Ländliche Idylle umgibt Archsum. Der kleinste Inselort kann im Frühling mit sattgrünen Wiesen und leuchtenden Rapsfeldern aufwarten. Durch die Salzwiesen entlang des Deiches kann auch mit dem Rad zum Osteierwerfen aufgebrochen werden.

In Morsum, im Inselosten, scheinen alte Bräuche besonders lange zu überleben. Neben dem Ostereierwerfen wird auch die Tradition des Ringreitens hier eifrig gepflegt. Im Muasem Hüs weiß man viel interessantes über die Inselbräuche zu berichten.

Die weiten Strände Sylts laden zu einer besonderen Ostereiersuche ein. Viel Spaß macht es, wenn die Eier zunächst am Strand versteckt werden und sich die Kinder ihr Wurfmaterial erst im Sand ausbuddeln müssen.

Tipp: Mit dem Frühling erwacht auch die Tier- und Pflanzewelt im Rantum-Becken. Bevor am Weststrand das Spiel mit den Osteiern beginnt, lohnt eine erlebnisreiche Wattwanderung.

So feiern die Sylter das Osterfest heute


Noch bis vor wenigen Jahren traf man sich am Keitumer Kliff zum Ostereierwerfen. Das Verstecken von Osteiern dagegen war in vergangenen Jahrhunderten auf Sylt nicht die Regel. Stattdessen wurden am Ostermorgen Verwandte besucht. Die Kinder erhielten Ostereier und Kuchen. Die Kuchen wurden am Nachmittag vernascht und die Eier am Abend.

Jüngeren Datums sind mit dem Osterfeuer, dem Ostereierlauf oder Jazzklängen beim Oster-Frühshoppen weitere Events, die an den Ostertagen auf die Insel locken. Neben dem Werfen ist mittlerweile auch das Titschen beliebt. Hierfür werden zwei Eier aneinander gestoßen. Erlaubt ist mittlerweile, was gefällt. Denn lustige Spiele ganz in Familie mit Ostereiern zu veranstalten, bringt nicht nur Spaß, sondern erinnert nebenher an alte Bräuche, die vor dem Aussterben bewahrt werden sollten.

Die Ostereier im Gepäck lassen sich viele lustige Spiele durchführen und die Ostertage entspannt an frischer Luft verbringen. Wir wünschen Ihnen ein fröhliches Osterfest!