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© Tobias Mandt / Wikimedia Commons [CC BY 2.0]
Artikel erstellt am 19.08.2011

Natur braucht Schutz

Die Immobilienpreise explodieren, die Nachfrage nach Bauland auf Sylt ist immens. Doch glücklicherweise wurde einer ausufernden Bebauung der Insel durch frühzeitige Umsicht vorgebeugt. Bereits ab dem Jahr 1923 wurden einzelne Gebiete nach und nach unter besonderen Schutz gestellt. Heute stehen gut 36 Quadratkilometer Sylt – das entspricht 37 Prozent der Inselfläche – unter Naturschutz. Darunter fallen insbesondere die Dünen, die Heide und die Kliffe. Hinzu kommen noch die Landschaftsschutzgebiete, deren Fläche knapp zehn Quadratkilometer und damit knapp zehn Prozent der Inselfläche umfasst. Somit stehen knapp 47 Prozent der Insel Sylt unter besonderem Schutz.

Bereits im Jahre 1923 wurden mit der Dünenlandschaft bei List und dem Morsum-Kliff die ersten beiden Sylter Bereiche unter Naturschutz gestellt, neun weitere folgten bis zum Jahre 1979. Mit fast 18 Quadratkilometern Fläche stellt das Naturschutzgebiet bei List das größte Refugium der Insel dar, während die Kampener Vogelkoje als das kleinstes Schutzgebiet keinen halben Quadratkilometer erreicht. Die größten Landschaftsschutzgebiete bilden die Hörnumer Dünen sowie die Umgebung von Morsum.

Zu den Vätern des Sylter Naturschutzes zählte der Kampener Arzt Dr. Knud Ahlborn. Schon im Jahre 1913 sprach er sich dafür aus, “das ganze Gebiet zwischen Kampen und List zum Naturschutzgebiet zu erklären”. Denn ein schierer Glücksfall sei es, dass hier noch kein Land bebaut wurde, “wo der Quadratmeter Düne oder Heide doch nur 5 bis 10 Pfennige kostet”. Nicht nur von Einheimischen, sondern auch von Gästen wurden die Forderungen nach Erhaltung unterstützt.

Die Ausweisung der ersten Sylter Naturschutzgebiete fand schließlich in der amtlichen Polizeiverordnung von 1923 ihren Niederschlag – verbunden mit entsprechenden Auflagen, etwa “dem besonderen Verbot des Abpflückens der Stranddistel und der Dünenrose”. Nur ein alt angestammtes Sylter Vorrecht wurde ausgeklammert: “Das Einsammeln von Möweneiern steht den Jagdberechtigten frei.”