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© Sean Linehan / Wikimedia Commons [gemeinfrei]
Artikel erstellt am 23.10.2012

Warum Ekke Nekkepenn Schabernack treibt

Jede Region hat seine Märchen und Sagen. Und so wie Bayern den Wolpertinger hat, so hat Sylt seinen Ekke Nekkepenn. Der Sylter Heimatforscher Peter Hansen stellte das vorlaute Fabelwesen Mitte des 19. Jahrhunderts als Meermann dar, der auf dem Grunde der Nordsee lebt und gerne die Sylter Inselbewohner neckt.

Doch warum schikaniert Ekke Nekkepenn die Sylter so? Der Grund findet sich in einer der Erzählungen von Hansen, die er 1858 in seinem Buch „Sagen und Erzählungen der Haidebewohner auf Sylt“ veröffentlichte. In der Geschichte „Der Meermann Ekke Nekkepenn“ bietet eben dieser eine hübsche Sylter Kapitänsfrau um Hilfe, als seine schwangere Frau Rahn am Meeresboden ein Kind erwartet. Die Kapitänsfrau stimmt hilfsbereit zu und kehrt reich beschenkt an die Wasseroberfläche zurück.

Die Jahre vergingen und Ekke Nekkepenns Frau wurde alt und faltig, weswegen er beschließt, die attraktive Kapitänsfrau zum Weib zu nehmen. Doch auf dem Weg zur Kapitänsfrau begegnet Ekke Nekkepenn – verwandelt in einen stattlichen Seefahrer – ihrer Tochter Inge. Hingerissen von ihrer Schönheit steckt Ekke Nekkepenn der Jungfrau goldene Ringe an jeden Finger und erklärt sie zu seiner Braut. Das Mädchen jedoch bittet jedoch unter Tränen, er möge sie freilassen. Unter der Bedingung ihm am nächsten Abend seinen Namen zu nennen, lässt er das Mädchen ziehen.

Doch niemand kennt den stattlichen Seefahrer und so geht Inge am nächsten Abend schweren Herzen am Strand entlang, als sie plötzlich bei Hörnum eine Stimme vernimmt, die singend verkündet, er sei Ekke Nekkepenn und heirate morgen Inge von Rantum. Als Inge daraufhin dem Seefahrer am vereinbarten Treffpunkt gegenübertrat, rief sie: „Du heißt Ekke Nekkepenn und ich bleib Inge von Rantum.“ Der gefoppte Meermann hegt seitdem einen Groll gegen die Sylter, schickt Stürme gegen Schiffe und die Küste Sylts.